Häufig gestellte Fragen

Frage und Antwort

SUB V1 - der Sicherheitsbaustein


Wie kann man sich die Funktion des SUB V1 vorstellen?


Wenn es nötig ist, an der offenen Maschine arbeiten zu müssen, muss die Schutzabdeckungsabfrage vorübergehend deaktiviert werden und das geschieht wie folgt:

  • Die Schutzabdeckung (Schutztür) ist geschlossen.

  • Der Schlüsselschalter "Schutzeinrichtung unterdrücken" wird von
    Stellung "Null" auf Stellung "1" betätigt.

  • Das SUB V1 überwacht beim Betätigen des Schlüsselschalters die
    Kontaktfolge auf sauberes Schalten.

  • Bei positiver Auswertung der Schlüsselschalterkontakte leitet die interne Logik ein Schalten der Ausgangsschaltstufe, die die Unterdrückung des Schutztür-Endschalters realisiert, ein, das SUB V1 überbrückt, bzw. unterdrückt mit seinen Kontakten den Sicherheitsendschalter.
    Zusätzlich stellt das SUB V1 eine Kontaktspur zur Aktivierung von Zusatzfunktionen, z. B. "reduzierte Geschwindigkeit" oder "reduziertes Moment" bei Achs Verstärkern.


Für welchen speziellen Anwendungsfall benötige ich das SUB V1?


Immer dann, wenn z. B. an einer Maschine irgendwelche Servicearbeiten durchzuführen sind, bei der der Maschinenablauf funktionsfähig gehalten werden soll.

Beispiele:

  • Das Justieren eines Laserstrahls --> natürlich im Zusammenspiel persönlicher Schutzausrüstungen

  • Das Teachen eines Roboters --> z.B. Bei reduzierter Geschwindigkeit & Moment

  • Mechanische Einstell-Arbeiten, bei der die Maschinenfunktion benötigt wird

  • Manuelles Nachfüllen von Materialien

  • u.v.m


Ist das SUB V1 nur bei Lasermaschinen sinnvoll?


Nein, in der Lasernorm steht nur explizit:
Wird eine Abdeckung in ihre ursprüngliche Lage zurückgeführt, so muss sichergestellt sein, dass die Überbrückung nicht aktiv bleibt.

Auszug aus der
DIN EN 60825-1/4.3.2“
Sicherheit von Laser-Einrichtungen

In allen anderen Maschinen oder Anlagen ist das SUB V1 eine sinnvolle Ergänzung, wenn es für Service- oder Wartungszecke notwendig ist, die Sicherheitsabfrage einer Schutzabdeckung vorübergehend zu unterdrücken.


Welchen Vorteil bietet mir das SUB V1 in der Praxis?


Das SUB V1 bietet dem Anwender eigentlich nur Vorteile:

  • Das Befehlsgerät zur Unterdrückungseinleitung, z. B. ein Schlüsselschalter, wird bei jedem Schaltintervall auf die richtige Kontaktfolge und Stellung überwacht.
    Diese Funktion bietet mehrere Vorteile:

    • Die Kontakte des Befehlsgerätes werden auf Verschleiß überprüft.

    • Bricht der Schlüssel in Schalterstellung "1" ab, würde ohne das SUB V1 die Sicherheitsunterdrückung nicht mehr deaktivierbar sein. Beim SUB V1 wird die Sicherheitsunterdrückung des Schutztürendschalters spätestens nach dem Schließen der Tür deaktiviert.

    • Durch die oben genannte Funktion kann ein Mitarbeiter die Sicherheitsunterdrückung  auch mal vergessen, denn diese bleibt wie zuvor erwähnt nicht dauerhaft aktiv.

    • Das SUB V1 ist im Inneren so konstruiert, dass die internen Sicherheitsrelais bei jedem Schaltzyklus auf Verkleben oder schlechte Kontaktfolge überprüft werden.

    • Das Sicherheitsunterdrücken eines Sicherheits-Türendschalters wird durch bis zu drei Kontaktspuren realisiert. Jede dieser Kontaktspuren ist mit zwei Schließern und einem Öffner in Serienschaltung ausgeführt. Diese Kontaktanordnung setzt ein Schalten aller Kontakte in Ihre Arbeitsstellung voraus. Der Öffnerkontakt ist dabei während der Aktivierung erst geöffnet und nach einer Internprüfung der Relais wieder geschlossen.

    • Service-Techniker die in der Vergangenheit einen Schalt-Betätiger in den Sicherheits-Endschalter gesteckt haben um an der aktiven Maschine zu arbeiten gehen gleich mehrere Risiken ein.

      • Die automatischen Bewegungen ev. sind nicht Geschwindigkeits- oder Momenten reduziert.

      • Die Maschine arbeitet als, wenn die Maschinen-Umhausung geschlossen wäre.

      • In diesem Zustand kann die Schutzabdeckung nicht mehr geschlossen werden, da ein Betätiger bereits steckt. --> Gefährlich besonders bei Laseremission!
        Ferner kann dadurch der Sicherheitsendschalter oder der an der Schutzabdeckung montierte Betätiger zerstört werden.

      • Was passiert, wenn der Servicetechniker den Betätiger im Endschalter steckend vergaß, und er diesen Zustand erst dann bemerkt, wenn er zurück in seiner Firma ist. In der Zwischenzeit kann ein normaler Maschinenbediener mit der vollen Maschinenfunktion arbeiten, obwohl z. B. eine Abdeckplatte, die eigentlich sicher abgefragt wird, fehlt. Meisten, wenn so etwas passiert, war der Serviceeinsatz nicht gerade um die Ecke, sondern Hunderte von Kilometer entfernt.

    • Einige Maschinenhersteller bauen in ihre Maschinen schon jahrelang Schlüsselbetätiger für Servicezwecke ein.
       Diese werden dann mit dem Text "Schutzeinrichtung überbrücken!" beschriftet.
      Meist werden zwei Kontaktspuren des Schlüsselbetätigers parallel zum Sicherheitsendschalter verdrahtet. Manchmal direkt, manchmal über zwei Schütze, man will ja eine redundante Ausführung, oder auch über ein Notausrelais, das ja bekanntlich sichere Kontakte aufweist.
      Diese Schaltungen sind lobenswert, denn der Konstrukteur hat sich ja was dabei gedacht und wollte für den Servicefall, der ja nicht permanent ansteht, eine technische Lösung integrieren.
      Leider muss man an der Stelle sagen, egal was nach dem Schlüsselschalterkontakt verdrahtet wird, das schwächste Glied ist der Kontakt des Schlüsselschalters, denn der wird in keiner Weise mit einer der oben genannten Lösungen überwacht.
      Die Schaltstellung des Schlüsselschalters bleibt dort stehen, wo sie der Bediener hin betätigt hat, und das bleibt immer so, sogar bei Stromausfall.

    • Ist das SUB V1 aktiviert, wird automatisch bei einem Stromausfall die Sicherheitsunterdrückung deaktiviert und dieser Zustand bleibt bis z. B. der Schlüsselschalter wieder in Stellung "0" oder "Aus" gebracht wird.

    • Die Anschlüsse am SUB V1 sind so gewählt, dass ein nachträgliches Nachrüsten in eine bestehende Steuerung mit kurzen Verdrahtungswegen realisierbar ist.
      Des Weiteren sind die Anschlüsse alle steckbar und jeder Stecker ist gegen ein Verwechseln codiert.

    • Acht Leuchtdioden stehen zur Diagnose zur Verfügung

      • Interne Spannungen werden angezeigt

      • Die Anzeige von zwei Kanälen des Sicherheits-Endschalters

      • Eine Ready LED, die als Startbedingung gesetzt sein muss

      • Eine Zustands LED

      • Anzeige der zwei internen Sicherheits-Unterdrückungs-Kanäle

    • Das SUB V1 ist mit seiner internen Versorgungseinheit dauerhaft Kurzschluss- und Querschluss fest.

      • Wird die Fehlerquelle beseitigt, reaktiviert sich die Spannungsquelle automatisch.


Kann das SUB V1 mit einer SPS angesteuert werden?


Das Aktivieren einer Sicherheitsunterdrückung kann von einer SPS / PLC übernommen werden.
Laut BG sollte diese Funktion aber nur in Verbindung eines Schlüsselschalters realisiert werden.
In Verbindung mit einer programmierbaren Steuerung können z. B. Fingerprints oder andere Einrichtungen zur Personenidentifizierung eingesetzt werden.
Für diese Anwendung stehen nach unserer Freigabe CoDeSys-Targets zur Verfügung.


Kann die Funktion des SUB V1 mit einem programmierbaren Sicherheits-Relais nachgebildet werden?


Die Programmiersoftware verhindert eine softwaremäßige Unterdrückung, bzw. Überbrückung von Programmteilen, sowie das Rückführen von Signalen an den Pfadanfang.
Solche Aktionen sind nur mit einigen Tricks möglich, aber nicht erlaubt!
Sollte ein Programmierer die Funktion nachbilden wollen, kann er keine getesteten Funktionsbausteine verwenden, denn die gibt es nicht.
Er müsste alle Eventualitäten kennen und diese in seiner Software integrieren.
Ferner ist eine selbst kreierte Lösung nicht getestet, geschweige denn abgenommen.

Hierzu kommt noch die Tatsache, dass diese Funktion von uns patentamtlich geschützt ist.


Ist es möglich eine Kontaktvervielfachung zu realisieren?


Ja, das SUB V1 ist so konzipiert, dass mittels Schütze eine Kontaktvervielfachung, bzw. eine Kontaktverstärkung, realisierbar ist.
Am SUB V1 ist ein sogenannter Rückführkreis vorgesehen, an dem Öffnerkontakte der Schütze in Reihe angeschlossen werden können --> siehe Betriebsanleitung SUB V1.


Was passiert eigentlich beim
Unterdrücken des Schutzabdeckungs-Endschalters?

Das SUB V1 reicht die Funktion des Schutzabdeckungs-Endschalters zum Schutztürrelais durch.
Der Endschalter, der zuvor an dem Schutztürrelais angeschlossen war, wird jetzt vom SUB V1 abgefragt.
Die Kontakte des SUB V1 wirken nun auf das Schutztürrelais und bilden im nicht aktiven Zustand den Endschalter nach--> siehe Betriebsanleitung SUB V1 und Schaltungshandbuch SUB V1.


Gibt es für die Projektierung schon was fertiges?


Für das Thema sind wir natürlich für unsere Kunden in Vorleistung getreten.

Wir bieten jetzt schon vorab folgende Unterstützung:

  • Eplan - Makros

    • Für Eplan 5

    • Für plan P8 (Mit verschiedenen Einfüge-Varianten)

  • Eplan Artikel-Daten

    • Für Eplan 5 & Eplan P8

  • Eplan Schütz-Daten

    • Für Eplan 5

  • CoDeSys Targets / Librarys (Zur Zeit noch in der Erprobung)

    • Zur Ansteuerung, bzw. Freigabe des SUB V1 von einer SPS / PLC

Für sonstige Projektierungshilfen --> SUB V1 Unterstützung

Gerne helfen stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

 

 

 

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Verfasser : A.Hilß / Elcoma GmbH
Copyright © 2004-2012 [Elcoma GmbH]. Alle Rechte vorbehalten.
Stand: 10. Januar 2012.
 
 

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